Mieter in NRW profitieren von der Mietpreisbremse

Studie belegt: Instrument zur Mietendeckelung ist besser als sein Ruf

„Die Mietpreisbremse greift nur in bestimmten Regionen, in denen die Mieten zuvor sehr stark gestiegen waren und erreicht damit nur kleine Teile der Bevölkerung. Das heißt jedoch nicht, dass die Mietpreisbremse grundsätzlich eine Fehlkonstruktion ist – dort wo sie wirken kann, tut sie es auch“, so Claus Michelsen, Immobilienökonom vom DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung). 

Nachdem die Mietpreisbremse immer wieder in die Kritik geraten ist und es bisher kaum Untersuchungen und Belege für die Wirksamkeit gab, hat das DIW nun die Wirkungsweise durch eine Studie empirisch belegt. Das Ergebnis zeigt: Die Bremse zur Deckelung von Neuvermietungsmieten ist besser als ihr Ruf! Das gilt für die Städte, in denen die Mieten vor Einführung der Regulierung besonders stark gestiegen sind. Ab einem Anstieg des Mietniveaus von 3,9% kann dadurch das Mietenwachstum verlangsamt werden. Sind die Mieten vor der Regulierung um mehr als 4,8% gestiegen, führt die Mietpreisbremse sogar dazu, dass die Mieten einmalig sinken und anschließend langsamer wachsen als ohne Regulierung. Als Fazit könnte man also sagen, die Mietpreisbremse wirkt genau dort, wo sie gebraucht wird, nämlich in Regionen mit stark ansteigenden Mieten.

Bezogen auf Gesamtdeutschland können insbesondere Mieterinnen und Mieter aus Nordrhein-Westfalen neben Berlin und Bayern von der Mietpreisbremse profitieren – auch das belegt die Studie. So gehören alle drei Bundesländer zu denen, in denen das gesetzliche Instrument den größten Teil der Bevölkerung erreicht.

Ein weiteres Vorurteil, das durch die Studie entkräftet werden konnte ist, dass die Mietpreisbremse die Neubauaktivität bremse, indem sie Investoren mit zu vielen Regulierungen belastet und damit die Situation auf den Wohnungsmärkten noch verschärft. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung konnte belegen, dass die Mietpreisbremse genau den gegenteiligen Effekt hat – sie fördert den Neubau! Das ergibt sich daraus, dass der Neubau bei der Mietpreisbremse ausdrücklich von der Regulierung ausgenommen wurde. Dies führt dazu, dass die Investitionen in diesem – unregulierten   Segment sogar noch steigen. Der zu erwartende Ertragszuwachs lockt zusätzliche Investoren auf den Markt, wodurch das Angebot an zusätzlichem Wohnraum langfristig erweitert werden kann.

Der Deutsche Mieterbund NRW unterstützt die Pläne aus dem Koalitionsvertrag zur Beibehaltung und Schärfung der Mietpreisbremse, damit sie noch effektiver gegen überzogene Mietforderungen wirken kann und setzt sich daneben natürlich auch für mehr bezahlbaren Wohnraum in nachgefragten Regionen ein.

DIW-Studie: Mietpreisbremse besser als ihr Ruf

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