Die SPD-Fraktion legt in ihrem Antrag
„NRW muss funktionieren: Handeln, statt klagen – Umbauoffensive im Bestand kann mehr Wohnraum für kleine Haushalte schaffen und Klimaschutz im Wohnungssektor voranbringen“
den Fokus auf Wohnraumpotentiale, die durch eine Umbauoffensive im Bestand gehoben werden können.
Im Antrag wird richtigerweise festgestellt, dass steigende Mieten zu einem immer drängenderen Problem werden. Gleichzeitig ist der Besitz von Wohneigentum kein Garant für ein sorgenfreies Leben, vor allem wenn ein hoher Sanierungsstau besteht und die Immobilien in Regionen mit niedrigen Bodenwerten liegt.
Die beschriebenen Potenziale von Wohnraum, der durch Umbaumaßnahmen im Bestand entstehen kann, sieht auch der DMB NRW. Trotz der geforderten Maßnahmen dürfte es schwer sein, diese Potentiale zu heben. Der hohe Aufwand für Privatpersonen und Bewilligungsbehörden, die Zweifel, ob man sich jemanden „ins Haus holen“ will und die hohen Kredite, mit denen die Maßnahmen für viele Interessierte verbunden sein werden, stellen hohe Hürden dar. Dennoch spricht vieles dafür, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Dies darf aber keinesfalls auf Kosten der aktuellen Wohnraumförderung gehen. Das heißt, Fördermittel und Beratungsangebote müssten ausgeweitet werden, wenn eine neue Förderlinie eingeführt wird.